Anstoß für diese Seite gab uns Herr Schmidt mit dem folgenden Anscheiben per E-Mail am 08.03.2026.
Die Antwort unsererseits steht gleich rechts daneben.
Guten Tag.
Ich erhielt zufällig Ihren Flyer „Wollt Ihr wirklich 350 Windräder zusätzlich im Landkreis Harburg„.
Ich habe mir Ihre Webseite angeschaut. Viele Infos, aber mit vielen Fragezeichen und faktischen Halbwertzeiten.
Für mich sieht das Ganze so aus:
Kaum jemand redet mehr über die Folgen der Öl- und Gasexploration für die Umwelt und die Menschen in der Herkunftsländern und den Abhängigkeiten. Kann uns ja auch egal sein – scheint hier die Devise.
Richtig ist: wir haben jahrzehntlang mit dazu beigetragen, dass a) die Atmospäre u. A. mit CO2 übersättigt wurde, b) für immense und kaum reparierbare Umweltschäden und eine Mega-Korruption in Drittländern gesorgt und c) den fossilen Konzernen weltweit enorme Gewinnmöglichkeiten beschert – ohne das bisher in ausreichendem Maße in Frage zu stellen. Wir wär’s, wenn Sie auf Ihrer Webseite einen Hinweis geben, dass die reichen Golfstaaten doch bitte den Wiederaufbau in Gaza, Libanon und Syrien finanzieren – statt das die EU schon jetzt über Hilfen für den Wiederaufbau räsoniert!
Richtig ist: SME-Reaktoren sind noch nirgendwo umgesetzt! Der Wunsch, dabei Atommüll zu nutzen ist reine Hyphothese. Neue, große AKW sind nicht mehr bezahlbar, ohne das dafür Steuer-Milliarden herhalten müssen – unser aller Geld! Das Müllproblem bleibt also, bei fortgesetzter Nutzung von Atomkraft – inklusive der Abhängigkeiten von Uran-Lieferländern.
Richtig ist: wir haben die Wahl zwischen Pest und Cholera – zwischen einem „Weiter so!“ mit fossiler Energie von gestern und kostengünstiger, endlos verfügbarer Energie aus erneuerbaren Quellen – mit den bislang noch existierenden „Nebenwirkungen“ (u.A. Balsaholz, SF6-Gas, seltene Erden).
Richtig ist: Wind- und Solarenergie-Nutzung hat nicht nur und ausschließlich positive Aspekte, aber im Vergleich (der von Ihnen und anderen Leuten von gestern nicht angestellt wird) zu fossiler Energienutzung, sind wir mit Wind und Solar bereits auf einem guten Weg. Die „Cholera“ kann also geheilt werden!
Wenn die Subventionen in Mrd-Höhe, die immer noch in fossile Energieträger fliessen, für die Weiterentwicklung und den sinnvollen Ausbau von Erneuerbaren investiert würden, dann wären auch die letzten „technischen“ negativen Aspekte bald schon „Schnee von gestern“.
Aktuelle Auseinandersetzungen und Kriege (Ukraine, Golfstaaten usw.) sollten auch dem letzten Deppen klarmachen: Wir müssen uns von Abhängigkeiten von Despoten- und Autokraten-Staaten mit fossiler Strategie lösen!
Und bisherige „Nachteile“ der Erneuerbaren für eine Weile in Kauf nehmen, auch wenn es mancherorts das „Ortsbild“ ein wenig stört.
Siehe beispielhaft auch die Webseite www.wind-energie.de (Fakten-checks).
Mein Vorschlag an Sie:
Löschen Sie einfach Ihre Webseite – die Entwicklung hin zu den Erneuerbaren und die enthaltenen Fakten-losen Darstellungen haben sie bereits obsolet gemacht.
Wenn Ihnen das als nicht möglich erscheinen sollte, posten Sie doch meine („Gegen-„)Darstellung gerne auf Ihrer Webseite.
Frdl. Fossil- u. Atomfreie Grüße
R. Schmidt
Guten Tag Herr Schmidt,
ich danke Ihnen für Ihre Nachricht und auch für die Freigabe zur Veröffentlichung auf meiner Webseite.
Das ist Ihr gutes Recht und der Sinn meiner Webseite, dass sich Mitbürger ohne große Suche informieren können.
Das ist meine faktenbasierte Meinung dazu:
Das ist richtig und genauso ist es ja auch mit der Gewinnung der Materialien in den Herkunftsländern, die zum Bau der Windenergieanlagen und der PV-Panele benötigt werden.
Wer von uns Bürgern hat denn die Möglichkeit etwas der deutschen Regierung an Informationen oder gar Vorschlägen zu unterbreiten, die auch ernst genommen werden? Und da soll ich ernsthaft die Golfstaaten auffordern doch bitte den Wiederaufbau in Gaza, Libanon und Syrien zu finanzieren?
Vielleicht sollten erst einmal stichhaltige Beweise erbracht werden, dass die Atmosphäre u.A. mit CO2 übersättigt wurde. Die Punkte b + c treffen auch genauso auf die Windenergieanlagen zu, die ohne Förderung ebenfalls keiner bauen würde.
Mit SME-Reaktoren meinen Sie bestimmt SMR-Reaktoren, die es tatsächlich noch nicht in großer Stückzahl gibt, wobei ein breiter Einsatz meist für nach 2030 erwartet wird. Hierbei aus der Forschung so gut wie komplett auszusteigen ist ein großer Fehler, denn mit den Erneuerbaren schaffen wir den Bedarf ohne Speicherung gar nicht und produzieren noch tonnenweise Müll dazu.
So ist es und Gefahren und Kosten haben wir bei jeder Energieart. Wir brauchen als Industrienation allerdings verlässliche Energie und wenn Erneuerbare tatsächlich kostengünstig sein sollten, nützen sie uns nichts wenn der Wind gerade einmal ein gutes Viertel und PV ein Fünftel des Jahres zur Verfügung steht und sie sich auch noch zeitlich überschneiden.
Man kommt im Dialog nicht weiter, wenn man allen Stellen Brandmauern zieht und Menschen diffamiert. Im Vergleich haben die Erneuerbaren den großen Nachteil, dass sie nicht grundlastfähig und damit nicht in der Lage sind ohne ein fossiles Backup-Werk auszukommen. Heilung ist da nicht in Sicht.
Gleiches kann auch über die Windenergie geschrieben werden, denn diese ist vollkommen ausgeschöpft, wie Sie aus meinem beiliegenden PDF entnehmen können, so dass auch die hier stattfindende weitere Förderung in neuen Anlagen, sinnvoller in Forschung eingesetzt wäre.
Wir werden uns aus diesen Abhängigkeiten nicht lösen können, denn ein Großteil der Rotorblätter, PV-Panele und Fertigungsteile der Elektrotechnik werden im Ausland hergestellt und schiffsladungsweise (die alle mit Schweröl fahren) geliefert.
Insbesondere ist es störend, wenn Wälder und Landschaften zerstört werden für Energiearten die nicht mehr zur Stromversorgung beitragen. Die Erzeugung ist in der Windenergie die letzten sechs Jahren gleichgeblieben, obwohl 25% zugebaut wurden.
Mein Fazit für Sie:
Es geht nicht darum eine Energieart zu verteufeln, sondern darum den vernünftigsten Weg zu beschreiten. Hier muss auch erkannt werden was wahr und was falsch ist. Dabei sollte für jedermann, der den Verstand einschaltet, zu erkennen sein, dass die Windenergie an ihre Grenzen gestoßen ist und ein weitere Ausbau uns nicht voran bringt.
Viele Grüße
Thomas Lang
Hier geht es zum PDF, das ich meiner Antwort zu diesem Schreiben angehängt habe.